09 / 01 / 07

Special K


Andy hat noch offen. Fliesen und Leder unter Neon. Mein Kopf doppelt und viertelt gevierteiltes ohne sich zu verlieren, alles ist so klar und so weiß. Im kalten Polar. Andys Bar ist zu cool für diese Stadt, ich komme manchmal hierher. Goldfisch in braunem Sud seines Aquariums, Goldfisch ist mindestens tausend Jahre alt und noch ein Jahr älter als ich. Die Musik hier ist außer jeder Kritik, Andy wechselt CDs wie ein Hexer und sein Whiskey schmeckt immer noch nach Honig. Die Begleitung ist etwas fehl am Platz, ist mir auch völlig gleich, ich bin ganz woanders, da, irgendwo. Hier.

Schlafen.

08 / 01 / 07

the world is a vampire


...und ich ein elendes Groupie. Denn sie kommen zurück, dass ich das noch erleben darf... Wenn denn nur ein einziges Stück auch nur ein wenig so klingt wie


das:

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(hier in einer ähm "zauberhaften" Fan-Version)


oder sogar das:

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...dann mache ich doch gerne meinen Hals frei.


the world is a vampire

05 / 01 / 07

Lied 11 (reprise)


Nicht die Bank im Park, dafür Café. Ich hatte fast ein Monster erwartet und rede mir Dir, als wäre es erst gestern gewesen. Die Zwischenzeit umschiffen wir mal lieber, ich weiß eh zuviel über sie, sogar mehr als mir lieb ist, wenn ich das mal so denken darf. Wobei, Du weißt, dass ich weiß - belassen wir es doch dabei, es geht mich nichts an. Und im Grunde brauche ich Deine Version der Zwischenzeit nicht, weil ich Dich kenne und Deine Version kenne. Schön Dich wieder zu sehen, Mann. Ich hatte ehrlich gedacht ein wenig Schiss davor, weil ich der Gegenversion zu sehr zugehört habe. Der es nun langsam besser geht. Inzwischen weiß ich, dass Du Dir sogar sehr selbst im Wege stehen kannst und selbst Du weißt es inzwischen von Dir selbst.

Gemeinsamer Freund zu sein ist nicht immer einfach, erst recht nicht, wenn man beide Versionen verstehen kann.

04 / 01 / 07

under the pink


ein mitternächtlicher Zug nach Georgia, siebzehn angenehm schwereleichte happy sads und einmal mitten ins Schwarze.

mary lorson and saint low - realistic


Danke schöne Musik für Winter, gefällst mir gut!

Insomniac


Vorsätze keine. Den ersten, den ich nicht habe, schon nicht eingehalten: früher ins Bett gehen. Kollegin fragt, ob ich nichts zu tun habe, als ich für sie beim Rauchen nur ein Gähnen übrig habe. Zur Arbeit zu gehen ist mir seltener schwer gefallen als heute. Schlaf findet nicht statt. Am Morgen im Halbschlaf träume ich von 2 Frauengenerationen, die sich in meiner Gegenwart am Essenstisch nicht einigen können, ob ich ein Psychopath oder nicht sei. Und im nächsten Schlaf schaue ich vielleicht ein paar Bären beim Jagen zu.

Radiobed - Insomniac


radiohead - hunting bears

03 / 01 / 07

this is for me and i know everyone knows


Diese Psy-Liste habe ich irgendwann mal begonnen und immer mal wieder ergänzt. Alle Angaben ohne dauerhafte Gewähr, denn Menschen ändern sich ja doch manchmal in kleinen Dingen.

* ich bin schüchtern
* mir gefallen schüchterne Menschen
* mir gefallen auch andere Menschen
* laute weniger

* ich meine grundsätzlich alles, was ich sage, auch so
* auch das, was ich denke
* was ich meine und was ich denke widerspricht sich manchmal
* wer das nicht versteht, sollte fragen

* fragen ist überhaupt immer eine gute sache
* antworten übrigens auch

* ich verstelle mich nicht
* trotzdem fällt es mir leicht, mich einer Sprache anzupassen
* ich liebe schöne Sprachen
* und spiele gerne mit ihnen
* manchmal auch nur des schönen Scheins wegen
* aber nicht des schönen Scheins wegen, wenn es mir Ernst ist

* ich bin eher ernst
* und kann tatsächlich über blöde Witze lachen
* über die ich vor 15 Jahren allerdings mehr lachen konnte
* Witze ändern sich eben nicht
* ich kann keine Witze erzählen
* ich kann witzig sein

* ich bin neugierig
* ich bin unstet in meinen Interessen
* ich bin treu in meinen Lieben
* auch wenn ich schnell für jemanden schwärmen kann
* wenn ich mich für jemanden entscheide, gibt es nur sie und sonst keine
* ich bin lieber allein, als dass ich 2. Wahl bin oder die 2. Wahl nehme
* ich bin sogar loyal in meinen Freundschaften
* und doch bin ich unstet in meinen Gefühlen

* ich sage, was ich fühle
* viele wundert das und manche schreckt es ab
* ich lache grundsätzlich niemanden aus
* ich weiß wie es ist, ausgelacht zu werden

* mir gefallen schöne Menschen
* ich bin gerne oberflächlich
* und gerne tiefgründig
* Schönheit ist relativ
* manche Männer können meine Wahrnehmung von Schönheit nicht nachvollziehen
* manche Frauen übrigens auch nicht

* und manchmal käme mir Sex ohne Liebe doch auch ganz gelegen, wem denn nicht

* ich bin verletzlich
* empfindsam
* trotzdem halte ich eine Menge aus
* mehr als manche glauben

* ich bevorzuge keinen "Typ" Frau
* Traummenschen gibt es nicht
* und trotzdem bin ich wählerisch
* ich denke nicht in Rechnungen

* ich habe meine kleine Macken
* man sehe sie mir nach
* umgekehrt tue ich es auch
* ich neige dazu, mich in etwas hineinzusteigern
* mir fällt es nicht leicht, jemandem schnell zu vertrauen
* aber ich bemühe mich
* und ich schaffe es dann auch
* wenn ich jemandem vertraue, bin iich mitunter alles andere als schüchtern
* ich habe Angst vor Ablehnung
* davor missverstanden zu werden
* ich verstehe auch längst nicht alles
* und vieles falsch

* ich habe mein eigenes Tempo
* jeder hat das

* ich bin naiv
* ich weiß nichts
* ich weiß eine Menge über Dinge, für die ich mich nicht interessiere

02 / 01 / 07

out of time


Where's the love song?
To set us free
Too many people down
Everything turning the wrong way around
And I don't know what love will be
But if we start dreaming now
Lord knows we'll never leave the clouds


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blur - out of time

29 / 12 / 06

Nach Hause kommen.


Das Gefühl diese Stadt nach einer Woche wieder zu betreten ist doch sonst ein ganz anderes. Leichteres? Vertrauteres? Dieses Mal erscheint mir meine Stadt, mein Dorf, das sie eigentlich doch nur ist, als das, was sie wirklich ist, eine Heimat von vielen Heimaten. Hier "lebe" ich, da sind Freunde, Gesichter aus meinem Viertel, die ich gerne sehe und treffe, mein Job, meine "Existenz". Nicht hier ist das, was gestern noch hinter mir liegt und morgen auch noch da sein wird und übermorgen sowieso. Familie. Über Kontinente verstreut und dann plötzlich so nah und eine lange Umarmung später so weg. So weg hinter einem Fenster eines Zuges. Es ist eine Sache, dass Freunde Dich verstehen, wenn Du ihnen von Deinem Leben und Deiner Familie erzählst. Es ist eine andere Sache, dass Deine Schwester oder Dein Bruder Dich verstehen. Und ich Dich und Du mich. Alles ausgeglichen, alles geschwisterlich geteilt. Hätten wir damals getauscht und tauschen können, unsere Leben wären auch nicht besser oder schlechter verlaufen. Nachholen. Wenn wir 50 oder 70 sind, werden wir immer noch unsere Codes und unsere Sprache benutzen, weil sie das sind, was nur uns gehört, unsere Wörter verstehen nur wir und sonst niemand, schon gar nicht unsere Eltern, sie sind das Band, das uns verbindet. Kindheit nachholen, Bruder und Schwester sein. Wenigstens für ein paar Tage. Gut, nächstes Jahr also Wiedersehen in London oder Kapstadt, oder wo auch immer oder auch nicht im nächsten Jahr, wer weiß schon, was morgen ist. Ich tippe aber jetzt mal auf nächstes Jahr.

Ansonsten: Zu Weihnachten habe ich ein paar Pickel geschenkt bekommen, weil's so gut geschmeckt hat und die Welt mit Käse, Käse und Käse und noch mehr Marzipan einfach eine bessere ist. Zum Glück halten die nicht lange, die Pickel, alles andere schon.

Und jetzt ist es doch schön wieder hier zu sein - in meinem Leben - und erstmal wieder Anker zu werfen sozusagen.

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Zuletzt aktualisiert: Mai 2, 22:17

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