12 / 12 / 12

please try again

Manchmal gibts das: braune, rote, bronzene Anschläge auf gegriffenen Saiten, die perfekte Verzerrung des Klanges in Farben, die niemand sonst je gesehen hat. Der Zauber der subjektiven Wahrnehmung, was wären wir ohne ihn. Keine Phantasie, keine Vorstellungskraft, keine Bilder, in denen nie ein anderer Mensch sich je finden wird. So scheint es zu sein. Es ist leicht die eigene Wahrnehmung als exklusiv zu sehen, das ist nur logisch, wir sind ja anscheinend alle Unikate.
Aber trotzdem, abseits der Horde: du wirst nie verstehen, warum ich jedes Mal das tue, wenn genau, ja wenn es genau perfekt wird. Ich verstehe dich auch nicht. Sei es drum. Respekt, je älter es zugeht, umso größer wird der Respekt vor der Autonomie des Gegenübers. Oder auch der Hass oder die Liebe, was auch immer, oder auch die Gleichgültigkeit. Alles wird größer, weiter, voller, so wie wir es uns wünschten, als uns das Warten auf den 18. Geburtstag als überhaupt gar nicht durchführbar erschienen ist.
Es gibt keine Weisheit, es gibt sie vielleicht nur für den Moment, in dem wir sie sehen wollen, weil wir uns selbst nicht mehr sehen möchten und können. Die Suche nach Weisheit ist eigentlich komplett für den Arsch, aber sie macht großen Spaß, eine Zeit lang. Viel mehr als die Suche nach dem Sinn, die ist ja schnell erledigt: no match results.

...

Erstaunlich, was man alles vergisst, wenn man unzufrieden ist.

28 / 11 / 12

dissident

19 / 10 / 12

dirty day

I'm in you

27 / 09 / 12

Road to Salinas

Wir fahren nach Salinas. Der Golf ist circa dreißig Jahre alt und klettert gelassen über den frischen warmen Asphalt, den Gang immer etwas zu früh eingelegt, aber es stört ihn nicht, er kennt es nicht anders. Asphalt, schwarz wie die Lavafelder, die zwischen uns und Salinas liegen und aus denen wohl Wein sprießt, wie es der Reiseführer sagt. DuMont oder Lonely Planet, alle reden vom Wein der Lavafelder. Wir steigen nicht aus. Wozu, wir steigen schon lange nicht mehr aus, wir sind bereits ausgestiegen, wäre dies eine Szene aus einem Film, und da fällt mir auch nur Zabrieske Point ein und verdränge gleich wieder. Ich kurbele das Fenster herunter. Irgendwo zwischen der Berghöhe und dem Ozean und irgendeinem Puerto liegt Salinas. Hier wird alles enden und alles beginnen oder auch gar nichts geschehen, es hat keine Bedeutung, was geschieht, es geschieht nur etwas und vielleicht verstehe ich erst zehn Jahre danach. Das Tape im Golf sprudelt munter gemeinsame Vergangenheiten vor sich hin, und ab und zu zieht meine Nase den Geruch des nahen Ozeans ein, gierig, süchtig, voller Sehnsucht nach etwas, von dem ich nicht weiß, was es ist.
Der Golf lässt sich träge den Berg heruntertreiben, er kennt es nicht anders. Ein Blick auf die Karte, ja da ist Salinas, da rechts irgendwo, ich sehe Salinas, Salinas sieht aus wie Tagebau und Schweiß und es sieht vor allem verlassen aus. Ein guter Ort um zu vergessen, aber es ist nicht das Salinas, das ich suche.

08 / 02 / 12

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can i be stupid for a minute?






Abteilung graue Augen

08 / 08 / 11

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without any apparant reason..

06 / 08 / 11

...

Ich glaube, sogar Deine Schuhe waren pink. Eine Zeit lang. Grau und pink. Graue Jeans, grau-pink gestreifter Pulli. Blaue Augen, nein grau? Meine Jacke war grün und meine Hose schwarz, Schuhe weiß. Es wäre also rein auf farblicher Ebene schwierig geworden zwischen uns, aber was hätte das schon für eine Rolle gespielt. Möglicherweise war auch alles an mir blau. Tage, Monate, Jahre haben wir kein Wort miteinander gewechselt, wir hatten ja unsere Augen. Die allersehnsüchtigsten Blicke, Sekundenblicke, und weil die so kurz waren, halt immer wieder, Blicke. Tage, Monate, Jahre.
Warum musst du heute auftauchen? Es ist doch so lange her. Gut möglich, dass Du Dich gar nicht mehr an mich erinnerst, nicht mehr an meine Augen, die die Deinen gesucht hatten, jeden Morgen, als der Schulbus hielt und Dich für eine Weile hat näher kommen lassen. Und jedes Mal sahen wir uns.
Jahre.
Ein anderes Mal, ein Zugabteil kurz vor Hamburg. Erinnerungen, ich erkenne Dich, Du bist so schön, dass nichts passieren kann. Später fragte ich mich, ob Du mich erkannt hast. Noch später, ob es nicht jemand ganz anderes war.
Jahre.
Ein anderes Mal fragte ich nach Dir, da wusste niemand etwas genaues, irgendwas mit Krankheit.
20 Jahre.
Du bist heute einfach aufgetaucht und gehst nicht. Nicht heute.

Status

Online seit 7231 Tagen
Zuletzt aktualisiert: Mai 2, 22:17

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building buildings
everything in its right place
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the village
time, it's time
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