Dispersion

Stunden zerinnen wie der dickflüssige Senf aus der Drücktube in den Händen des Imbissmädchens, dem die Tube viel zu dick. Sie schafft es nicht, sie mit ihrer Hand zu umfassen. Trotzdem kleckst der Senf auf das Fleisch. Dispersionsfarbe.

Stunden zerinnen, in denen ich abermals Take 4 höre und dann wieder Take 6 und dann wieder Take 1, ich weiß ja schon gar nicht mehr, wo mir die Ohren stehen vor lauter Arpeggios und Pluckereien, die monstergleich aus den Boxen strömen und mich einlullen und mir die Erinnerung an die Zukunft rauben, die Erinnerung an einen Plan. Your mother should know. Ich schalte von Musik zu Musik, alles nur noch random, alles nur noch beliebig und der verlockenden Macht des Zufalls unterworfen, den wir uns alle ja immer so gerne einreden, wenn die Erklärungen bocken wie die süßen Esel hinterm Zaun auf Inishboffin.

Irgendetwas passiert und ich lasse mich mitziehen, I am the eggman, I am the walrus, lasse mich mitziehen von etwas, das ich nicht kontrollieren kann. Konnte ich je etwas kontrollieren.

Asien ruft. Das Projekt verselbstständigt sich und übernimmt die Führung und lässt mich zurück in der Rolle des Zuschauers. Ich kann nur noch danke sagen und mich freuen wie der kleine Junge auf dem Foto, der Seifenblasen erschafft und sie ohne zu trauern platzen lässt, weil ihm gewiss ist, dass er unendlich viele erschaffen kann.


Frau H. (Gast) - Dezember 27, 00:37

Ach ja, werter Herr...und so leidet das junge Pferd am Ende doch wieder unter jenen Weg der rohen Male, den wir ihm auf den Rücken geschneidert haben...weil kein Sattel, keine Decke, und die Innenseite der Beine zu rau.. Schon 'mal mit Westernreiten versucht? Frohes, um so mehr! (taap....)

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Zuletzt aktualisiert: August 19, 00:10

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building buildings
everything in its right place
forget everything and remember
girl boy
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speed of sound
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the village
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