19 / 03 / 11

Der schmale Grat

So fühle ich mich am wohlsten. Alles hinter mir abbrechend und blind ins Nirgendwo schreitend, auf zu neuen Abenteuern und in unendliche Weiten vordringend, die mich natürlich mit offenen Armen empfangen werden und sowieso schon immer auf mich gewartet haben. Aber ich glaube ja nun an mich selbst, und deshalb wird schon alles gut gehen. Und wenn es auch nur Selbstlüge ist, allein die Illusion, die Phantasie, sie gehören zum Erhabensten, zu dem ein Mensch fähig sein kann. Wie auch die Verdrängung. Die Kunst des Verdrängens kann gar nicht genug gehegt und gepflegt werden, schützt sie doch vor so gerade gar nicht angebrachten Selbstzweifeln und dem mickrigen Gefühl der Gewöhnlichkeit der eigenen Existenz.

Die Uhr tickt, der Kalender frisst sich schleichend bis an mein Grab. Bis dahin habe ich aber doch noch was vor mit meinem Leben, und, hey Chef, ich möchte tatsächlich Geld verdienen. Also haue ich auf die Kacke, so wie es die Puffgängerfraktion mir jeden Tag vormacht und gebe mich eloquent, was ich zweifellos bin. Beste Voraussetzungen.

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Zuletzt aktualisiert: August 19, 00:10

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