cut and go
Bei aller Virtualität gibt es Dich auch in echt. Ich schaffe das gerade noch, das festzustellen, dass ich echt bin, dass ich nicht zwischen Buchstaben festklemme, die ich ahnungslos tippe - ich habe tatsächlich in diesem Moment keine Ahnung, worüber ich schreibe, es fühlt sich vielleicht auch nur ungewohnt an, oder neu. Wann endet ein Satz Braucht eine Frage ein Fragezeichen.
Ich fühle mich wie abgerissen, seitdem meine Person in den Zug gestiegen ist, und meine Finger sind kalt, weil es hier nur noch einen Ofen gibt, der nur heizt, wenn es draußen kalt ist, richtig kalt, so kalt, dass mir der Boden unter meinen Füßen jeden Winter aufs Neue zu hart und zu nah vorkommt. Verzeihung, wir haben noch keinen Winter, und ich möchte hier niemanden erkälten und morgen soll es Sonne geben, man möge es sich doch gerne bequem machen. Es gibt auch Kaffee und Schokolade.
Menschen leben in Blasen, die nicht ohne einander existieren können, schrieb Sloterdijk einmal, jeder von uns eine Blase unter vielen in einem großen fluffigen Schaum, der nur existiert, weil seine Blasen ihn zusammenhalten.
Ich hätte jetzt schon gerne ein heißes Schaumbad, entscheide mich dann aber doch für das Bett, in dem ich feststellen werde, dass es zu groß ist und mich an Schlafschatten kuscheln werde, geliebte Schatten, die mir bleiben für die nächste Zeit, die nächsten Nächte.
Ich stelle mir uns vor, wie wir jeder in einer Blase durch die Welt kugeln - es gab mal eine Fernsehreklame für ein Erkältungsmedikament, in dem eine Frau ganz grün oder gelb wurde, weil ihre Blase gesund und mit gestärkten Abwehrkräften durch den Regen stapfte (ich tippe auf Vitamin C) und den ihr begegnenden Passanten Licht und Wohligkeit spendete - und uns mit der Blase unserer Wahl zusammentun, um ein bisschen zu schäumen, wunderbar.
Ich leide einfach unter Entzugserscheinungen. Schrecklich.
Ich fühle mich wie abgerissen, seitdem meine Person in den Zug gestiegen ist, und meine Finger sind kalt, weil es hier nur noch einen Ofen gibt, der nur heizt, wenn es draußen kalt ist, richtig kalt, so kalt, dass mir der Boden unter meinen Füßen jeden Winter aufs Neue zu hart und zu nah vorkommt. Verzeihung, wir haben noch keinen Winter, und ich möchte hier niemanden erkälten und morgen soll es Sonne geben, man möge es sich doch gerne bequem machen. Es gibt auch Kaffee und Schokolade.
Menschen leben in Blasen, die nicht ohne einander existieren können, schrieb Sloterdijk einmal, jeder von uns eine Blase unter vielen in einem großen fluffigen Schaum, der nur existiert, weil seine Blasen ihn zusammenhalten.
Ich hätte jetzt schon gerne ein heißes Schaumbad, entscheide mich dann aber doch für das Bett, in dem ich feststellen werde, dass es zu groß ist und mich an Schlafschatten kuscheln werde, geliebte Schatten, die mir bleiben für die nächste Zeit, die nächsten Nächte.
Ich stelle mir uns vor, wie wir jeder in einer Blase durch die Welt kugeln - es gab mal eine Fernsehreklame für ein Erkältungsmedikament, in dem eine Frau ganz grün oder gelb wurde, weil ihre Blase gesund und mit gestärkten Abwehrkräften durch den Regen stapfte (ich tippe auf Vitamin C) und den ihr begegnenden Passanten Licht und Wohligkeit spendete - und uns mit der Blase unserer Wahl zusammentun, um ein bisschen zu schäumen, wunderbar.
Ich leide einfach unter Entzugserscheinungen. Schrecklich.
pollon - September 30, 04:04