time, it's time

25 / 06 / 07

Riechen Sie das auch?

Denken stinkt.

19 / 05 / 07

...


Neunzig und Zehn, wieviel liegt zwischen Neunzig und Zehn, wenn ein ungeküsster Kuss schon näher ist als Neunzig und Zehn es sind.

05 / 05 / 07

jeder weiß











kein scheiß mann, jeder weiß mann, für ein Picknick ist überall Platz. Dazu brauchts kein grünes Polster und auch keinen See im Wald, ein Bett reicht völlig aus, bietet es doch bei jeder Wetterlage nur Vorteile:
wir haben Kissen, wir haben Decken, wir haben Musik, wir haben uns.


weil es kein Falsch oder Richtig gibt
was wichtig ist
ist nicht das Wie
sondern das Wann und das Wo
es gibt kein Contra
nur Pro

30 / 04 / 07

Eben bei Blumfeld


Der Distelmeyer spielt eine Firebird. Und was für eine. Ein Liebhaberstück!

Habt Ihr gut gemacht, Jungs. Von Anfang an.
Und jetzt schlaft schön.

Und wer noch mal will: hier gehts lang.

16 / 03 / 07

strangers


Mädchen, wenn Du weiter soviel Haare lässt, dann siehste bald so aus:



Wo soll das noch enden.


Und soviel zu sagen habe ich zur Zeit auch nicht. Aber alles lala sonst, kann nicht klagen.


Und Besuch hat sich angekündigt. Besuch bedeutet Stress. Aufräumen und Putzen, zumal zwei von den dreien mir unbekannte Überraschungsgäste sind. Ich bin etwas skeptisch, weil es doch schon so schön gemütlich ist, in meinen ersten beiden Urlaubstagen.
Ich weiß noch nicht, wie ich das finde.


19 / 02 / 07

Das Grauen, tight


"In ganz Berlin gibt es an diesem Abend nur eine Kneipe, in der (ausgerechnet) U2 gespielt wird, und (ausgerechnet) wir haben sie gefunden."

Deprimierend.

Ganz genau. Treffender lässt sich der Abend nicht zusammenfassen. Big Spender und sie und ich hängen auf Barhockern wie jedes Mal in den 80ern und auch in den 90ern fest und samplen uns unsere Musiksozialisation zurecht, rufen in Erinnerung, was uns hat alt werden lassen.
Keiner von uns versteht, warum wir nicht verstehen, was an den Decemberists oder den Arctic Monkeys oder auch Beirut so toll ist, das einzige was wir verstehen ist, dass wir nicht mehr mitkommen. Dankbar für die zwei Pixiesliedchen bestellen wir noch mal Scotch, Bier und Black Sabbath und bekommen das Grauen, direkt an den Tisch. Sabbat ohne Ozzy, dafür mit Ronnie James Dio, Sabbat mit Dio klingen ungefähr wie die letzten 100 Iron Maiden-Platten.
Deprimierend.
Sind wir so alt geworden?
Deprimierend.
Sie zum Beispiel kauft sich Anfang des Jahres die gängigen Musikzeitschriften, um wenigstens über die vierzig besten Platten des letzen Jahres informiert zu sein. Nicht die schlechteste Taktik, um dem Zahn der Zeit ein Schnippchen zu schlagen. Am Ende verlässt sie sich dann doch lieber auf Jarvis Cocker, der muss es ja wissen.
Ich habe keine Ahnung, warum man irgendwann nicht mehr mitkommt. In den letzen fünf Jahren haben mich nicht nur die Strokes und Phoenix vom Hocker gerissen, aber fast alles andere gabs schon mal. Und die Strokes, naja, die sind halt cool, auch wenn es sie schon mal ein bisschen gegeben hat.
Deprimierend.
Im Sommer werde ich ein Jahr älter. Im Sommer kommen Police nach Deutschland. Original, alle drei. Und ich werde nicht der älteste sein. Definitiv nicht.

Aber Copeland spielt so geil tight Schlagzeug.

Tight.

T-I-G-H-T

Big Spender und ich wollen mal wieder einen Proberaum suchen. Wir sind betrunken.

15 / 02 / 07

Fast eine Kindheit


1972 kehrt er nach sechs Jahren mit seiner afrikanischen Frau nach Deutschland zurück, er hat Heimaturlaub und in den Kinos laufen in ausverkauften Vorstellungen Filme mit Titeln wie "Schulmädchen-Report".

Als ich sechs Wochen alt war, wurde ich in ein Flugzeug gesteckt und nach Afrika geschickt. Ganz nach unten. Es dauerte ein paar Jahre um herauszufinden, dass es meine Eltern waren, die mich während meiner Reise begleitet hatten und dass meine Eltern es waren, mit denen ich unter Heiden im afrikanischen Busch lebte, die der weiße Herr Gott gerne unter seine Fittiche genommen hätte. Weil er das nicht ohne weiteres konnte, erklärte sich mein Vater dazu bereit, elf Jahre seines Lebens mit Schamanen und allerlei black magic um das Seelenheil der damals noch in Reservaten gehaltenen Afrikaner zu verhandeln, was ein wenig absurd klingen mag, da der Gott der Kirche meines Vaters ganz zufällig derselbe war, dem in den Kirchen der weißen Afrikaner gehuldigt wurde.
Mich kümmerte das nicht weiter, und ich verbrachte meine frühe Kindheit unbeschwert mit den schwarzen Nachbarjungs beim Wettweitpinkeln und Bäumeklettern, wie es im Rest der Welt wohl auch nicht anders gewesen ist.

Ich wusste jedoch nicht, dass es in Deutschland anscheinend nur weiße Kinder gab, was mich in der ersten Zeit unserer Rückehr etwas irritierte, und ich wusste auch nicht, dass deutsche Kinder Afrika nur aus Tarzanfilmen kannten. Wenn ich erzählte, dass ich in Afrika aufgewachsen bin, wurde ich in harmlos interessierten Fällen gefragt, ob ich mit Lendenschurz bekleidet unter Affen aufgewachsen wäre und ob ich mich an Lianen von Baum zu Baum schwingen könnte. Ich musste das zu meinem Bedauern verneinen, ich hätte ja schon gerne ein paar Kunststückchen am Seil vorgeführt, aber auch in Afrika fahren Familien mit dem Auto. Diese Tatsache verblüffte, noch mehr verwunderte die meisten allerdings, dass meine Mutter keine dunkle Hautfarbe hatte. Die Sache war klar, der Neue in der Klasse konnte nicht in Tarzanland gelebt haben und da Kinder sich nicht gerne ausgeschlossen fühlen, vermied ich es, weiterhin Worte über Afrika zu verlieren und begann nach und nach meine ersten fünf Lebensjahre zu verdrängen.
Sechs, um genau zu sein, die Ehe meiner Eltern hielt nicht, meine Mutter wurde depressiv, Deutschland war so grau. Wenn ich an meine Mutter in der Zeit denke, sehe ich eine von dichten langen dunkelbraunen Haaren eingefasste Sonnenbrille und einen langen schwarzen Mantel, zugeknöpft. Sie ging mit meiner eineinhalb Jahre jüngeren Schwester zurück in das Land, das ich allmählich nur noch in den Graustufen eines Schwarzweiß-Fernsehers wahrzunehmen begann, in denen ein schätzungsweise blonder Johnny Weissmüller mit einem Affen und einer ganz höchstwahrscheinlich blonden Jane unter Elefanten lebte.

Die Briefe, die sie mir schickten, waren Briefe von zwei Fremden und mit der Zeit kehrte die Erinnerung zurück, nicht das Gefühl. Das Gefühl brauchte Zeit. Und es war meine Schwester, auf die ich mich freute, als ich vier Jahre später zum ersten Mal wieder auf einem Flughafen in Afrika stand und nicht wusste, ob ich meine Mutter umarmen sollte.

Manche Dinge brauchen sehr viel Zeit, bis heute. Aber auch in Afrika gibt es Telefone und Internet, stellen Sie sich das bloß mal vor.

01 / 02 / 07

Zentrale Randlage


Kommt alle. Abgesehen davon ist dieser Laden ein weiteres schönes Beispiel für die Berliner Unart, vermeintlichen InLokalitäten besonders depperte StyloNamen zu geben.

Und urbane Subkultur ist auch so eine öde schimmelige Hülse, die Hornbrillen und schwarzgefärbte verschnittene MittePonys anzieht wie die Fliegen.

Mal gucken.

12 / 01 / 07

picture without a postcard


Schon jetzt strahlende Grüße aus dem Lande der Castoren. Dorthin, wo sich andere auf Urschreiseminaren und Esoegoworkshops stressen, dorthin geht heute unsere kleine wochenendliche Landpartie unter "Genossen".
Diese recht bekannte Teenieband kommt übrigens auch daher.

30 / 12 / 06

Jahr für Jahr


Stell Dir vor, sie geben Silvester und keiner geht hin.

Frei nach Brecht.


So, verschwinde für ein paar Tage in Würzburg. Kommt mir alle gut ins neue Jahr und so weiter.
Und überhaupt: alles Gute und vielleicht auch die eine oder andere rote Rose für den einen oder die andere.


"Für mich solls rote Rosen regnen"

Edit: Gibt nur dieses Video anscheinend, macht sie doch aber ganz gut! Fast wie die Knef.



/>/>

♪ jewel cases ♪



Sonic Youth
Sonic Nurse



Tim Hecker
Radio Amor


Throwing Muses
The Real Ramona


Sonic Youth
Dirty

°

Trost ist glücklicherweise...
Trost ist glücklicherweise auch nicht angebracht....
pollon - Februar 29, 00:58
Willkommen im Club!
Ich kenne diese Zustände nur zu gut! Tröstliches...
Randolph Carter - Februar 29, 00:36
Und deshalb eben besser...
Und deshalb eben besser nicht... Es gibt immer auch...
FrauH. (anonym) - Februar 24, 13:42
Ja, den Sampler habe...
Ja, den Sampler habe ich auch vermutet, nicht alles...
pollon - Februar 20, 21:58
neben dem keyboard
fehlte es (zumindest in Hamburg) auch an Dynamik. Vieles...
klar.text - Februar 20, 14:57
Eben las ich in der Schnelle:...
Eben las ich in der Schnelle: deine arme vernunft....
pollon - Januar 19, 19:02
he, pollon, hast du schon...
he, pollon, hast du schon deine arme verkauft um deine...
lauesblaues (anonym) - Januar 3, 20:16

?

pollon_@gmx.net


...
building buildings
everything in its right place
forget everything and remember
gehen
gekramt
girl boy
Johnny Swallow
nothing
offbeat
rumgedinge
speed of sound
streets
the village
time, it's time
unter tage
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren