Zweitleben


Nein, ich habe noch keinen Account bei Second Life, erst muss mir die absolute überaus einhunderprozentige Geldvermehrungsidee einfallen, die es bei Second Life dann umzusetzen gilt. Erst dann.
Denn diese Hessin mit dem halben chinesischen Namen hat inzwischen schon ne Million erwirtschaftet und das nur durch den Handel mit virtuellen Grundstücken im Second Life, die sie kinderleicht mt diesem Java-Tool gebastelt hat, mit dem bei Second Life einfach alles geht. Und die Million ist real. -R-E-A-L-.
Drogenhandel fällt schon mal aus, wie soll das auch gehen, so virtuell und unreal. Nahrung braucht im Second Life anscheinend auch keiner, fällt auch aus. Was brauchen die da überhaupt? MTV, die Bild, adidas, der ganze r-e-a-l-e Schmutz verdient gut im Second Life, warum dann nicht also auch ich? Hmmhmmmhmmmhmm. Oh, brauche neue Samba, mein rechter Schuh löst sich langsam auf. Hello adidas, this is for real. Bitte in weiß mit grünen Streifen.

Einen Zweitblog habe ich übrigens auch immer noch nicht, wie soll das auch gehen, wenn ich gar keine virtuellen Bedürfnisse mehr habe. An sich eine ähnliche Problematik wie im Second Life, weder dort noch im Zweitblog wüsste ich was anzufangen.

Real sieht das ganz anders aus. Real gleicht meine reale Zweitlebenexistenz der eines Plagiates eines mittelmässigen Dostojewski-Slackers. In meinem Zweitleben bin ich zwecks Geldvermehrung oder eher Gelderhaltung an fünf Tagen in der Woche unterwegs in diplomatischer Mission, und es wird immer schlimmer.
Um mich herum ist Krieg, um mich herum werden KönigINNeN gestürzt und gemacht und so langsam verstricke ich mich immer tiefer in einem neoliberal geschwängerten Ränkespiel, dessen Ausgang mir mehr und mehr vollkommen gleichgültig wird. Solange mir nicht auch im Postkasten ein Briefchen entgegenspringt, in dem ohne Angaben von Gründen und so weiter. Weil, Sie wissen schon, Übernahme und so. Da wird dann erstmal eingespart. Zeit, das menschliche Null-Kapital zu entsorgen. Human Resources zurechtstutzen.
Arbeiten saugt. Ich sage es euch: Spielt Glücksspirale oder Second Life, aber geht bloß nicht arbeiten.
Und immerhin habe ich noch ein formidables Erstleben, zwar nur morgens, abends und nachts, aber immerhin. Zum Wohl.
FrauHausH - April 18, 00:06

Heyhey, lieber Herr Berlin! Sie werden doch nicht an Ihrem Erstleben zweifeln? Nicht doch! In diesem Sinne: allen Drachen den Tod und: ich sach nur: Prostitution! SXol!

pollon - April 18, 00:41

Nee, Erstleben ist super, aber Arbeiten, also Zweitleben, das ist gerade sehr zweifelhaft. Und Zuhälterei ist in amerikanischen Communities schätzungsweise untersagt, wär ja sonst viel zu einfach... Gute Nacht!
FrauHausH - April 18, 00:45

Nacht! Und feine Träume... Hach...schnaub....

♪ jewel cases ♪




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°

und auf ihrer seite
ein mehr als blinder schiedsrichter, gegen Ö genauso...
weirdsista - Juni 21, 17:49
pogrome 2.0
pogrome 2.0
Nilla - Juni 9, 13:19
Trost ist glücklicherweise...
Trost ist glücklicherweise auch nicht angebracht....
pollon - Februar 29, 00:58
Willkommen im Club!
Ich kenne diese Zustände nur zu gut! Tröstliches...
Randolph Carter - Februar 29, 00:36
Und deshalb eben besser...
Und deshalb eben besser nicht... Es gibt immer auch...
FrauH. (anonym) - Februar 24, 13:42
Ja, den Sampler habe...
Ja, den Sampler habe ich auch vermutet, nicht alles...
pollon - Februar 20, 21:58
neben dem keyboard
fehlte es (zumindest in Hamburg) auch an Dynamik. Vieles...
klar.text - Februar 20, 14:57

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