Spiegelschwester
Ach Schwesterherz.
Solltest Du denn tatsächlich für immer die einzige bleiben, die weiß. Wie es ist. So zu sein. Du bist der einzige Mensch von Anfang an, der mir geblieben ist, nur Du kannst noch die Linien ziehen, zurück, immer weiter zurück in die Vergangenheit. Unser Vater ist tot. Gut, für Dich wird er schon viel länger tot gewesen sein. So wie es unsere Mutter für mich ist. Unsere Mutter wird auch eines Tages tot sein. Und wird es Dir dann so gehen wie mir, dass da niemand mehr ist, der sich mit Dir erinnern kann. Außer mir. Wir haben nichts anderes als unsere Vergangenheiten, die man uns schuf. Auf dass wir an ihnen weiterschaffen. Sag, geht Dir der ganze Gottscheiß nicht endlich auch mal auf die Nerven? Ich habe schon lange die Schnauze voll davon. Obwohl, Gott kann ja nichts dafür, dass er missverstanden wird, von uns dummen Ebenbildern. Wie hochtrabend Menschen doch sind, was ihnen bloß einfällt, sich als Ebenbilder einer Überperson zu sehen, obwohl ihnen doch verkündet wurde, einst, dass sie sich kein Bild von ihr zu machen haben.
Für Dich und mich wird es nie ein Jetzt geben. Immer werden wir uns gegenseitig die Erinnerungen zurückgeben, hilflos, weil uns nichts anderes bleibt. Wir haben getan, was sie von uns erwartet haben. Und siehe, es war schlecht. Folgsame Kinder, als ob wir je eine andere Wahl gehabt hätten. Kinder unserer Eltern, die es auch nicht besser als ihre Eltern gemacht haben. Nein, Ihr wart nicht besser als Eure Eltern, Ihr habt total versagt. Mit unserem Vater habe ich Frieden geschlossen, für dich inklusive, weil Dir die Zeit dafür nicht vergönnt gewesen ist.
Als wir den Sarg zu Grabe geleiteten, hielt ich Deine Hand. Und ich wusste in diesem Augenblick, dass es nie vorbeigehen wird. In diesem Augenblick waren wir wieder Bruder und Schwester.

Solltest Du denn tatsächlich für immer die einzige bleiben, die weiß. Wie es ist. So zu sein. Du bist der einzige Mensch von Anfang an, der mir geblieben ist, nur Du kannst noch die Linien ziehen, zurück, immer weiter zurück in die Vergangenheit. Unser Vater ist tot. Gut, für Dich wird er schon viel länger tot gewesen sein. So wie es unsere Mutter für mich ist. Unsere Mutter wird auch eines Tages tot sein. Und wird es Dir dann so gehen wie mir, dass da niemand mehr ist, der sich mit Dir erinnern kann. Außer mir. Wir haben nichts anderes als unsere Vergangenheiten, die man uns schuf. Auf dass wir an ihnen weiterschaffen. Sag, geht Dir der ganze Gottscheiß nicht endlich auch mal auf die Nerven? Ich habe schon lange die Schnauze voll davon. Obwohl, Gott kann ja nichts dafür, dass er missverstanden wird, von uns dummen Ebenbildern. Wie hochtrabend Menschen doch sind, was ihnen bloß einfällt, sich als Ebenbilder einer Überperson zu sehen, obwohl ihnen doch verkündet wurde, einst, dass sie sich kein Bild von ihr zu machen haben.
Für Dich und mich wird es nie ein Jetzt geben. Immer werden wir uns gegenseitig die Erinnerungen zurückgeben, hilflos, weil uns nichts anderes bleibt. Wir haben getan, was sie von uns erwartet haben. Und siehe, es war schlecht. Folgsame Kinder, als ob wir je eine andere Wahl gehabt hätten. Kinder unserer Eltern, die es auch nicht besser als ihre Eltern gemacht haben. Nein, Ihr wart nicht besser als Eure Eltern, Ihr habt total versagt. Mit unserem Vater habe ich Frieden geschlossen, für dich inklusive, weil Dir die Zeit dafür nicht vergönnt gewesen ist.
Als wir den Sarg zu Grabe geleiteten, hielt ich Deine Hand. Und ich wusste in diesem Augenblick, dass es nie vorbeigehen wird. In diesem Augenblick waren wir wieder Bruder und Schwester.

pollon - März 15, 21:36
