Deshalb gehen wir zu the cure
Was kann man über ein Konzert schreiben, dass normal war. Gestern war ich bei the cure. Sie spielten alles, was von ihnen erwartet wurde, bis auf torture, all i want und object, bis auf faith, fascination street - und sogar shake dog shake war nicht im Aufgebot.
3 Stunden Perfektion, nur leider fehlte das Keyboard und es fehlte an Intimität. Die ausverkaufte Halle zu groß und eher massive attack-tauglich als cure-genehm, alles, was das Geheimnis ihrer Musik ausmacht, das dunkle, das, was ihre Musik depressiv erscheinen lässt und das leuchtende, das nach Hoffnung klingt, das ihr Schönheit verleiht, hatte hier nichts verloren und wurde von der Weite einer zu modernen Radsporthalle verschluckt.
Es gibt bei Konzerten Dinge, die mich aggressiv machen. Ganz oben: gutgelaunte Frohnaturen, die mit rudernden Armen zu love cats hüpfen. Ich mochte love cats noch nie, love cats weckt alle schlimmen Assoziationen an die heimische Dorfdisco aus einem anderen Leben, weckt Erinnerungen an Cola-Korn und zur Schau getragenen Ausdruckstanz, an selbstgebastelten Fimo-Schmuck auch. Sicher tue ich ihnen Unrecht, es lag nicht an ihnen, dass sich zwischen den schönen Momenten dieses Konzertes Langeweile einschlich. (Und doch haben sie mich genervt, die Frohnaturen, elende, verschwindet.)
Die schönen Momente... the cure sind vielleicht vor allem eine Band für Menschen, die zu Nostalgie neigen, die bei pictures of you und lovesong an längst vergangene Berührungen und Augenblicke vergangener Lieben denken, auch Momente aus einem anderen Leben. Die bei primary und the walk wieder bekifft im Auto durch die nächtliche Ödnis der heimatlichen Dorflandschaften fahren und a forest wieder für den größten Hit aller Zeiten halten. Again and again and again and again...
Deshalb gehen wir zu the cure.
(Und weil es dann doch diesen einen überraschenden Moment gibt: the kiss. Wild, zuckend, manisch, roh, intim, schön.)
3 Stunden Perfektion, nur leider fehlte das Keyboard und es fehlte an Intimität. Die ausverkaufte Halle zu groß und eher massive attack-tauglich als cure-genehm, alles, was das Geheimnis ihrer Musik ausmacht, das dunkle, das, was ihre Musik depressiv erscheinen lässt und das leuchtende, das nach Hoffnung klingt, das ihr Schönheit verleiht, hatte hier nichts verloren und wurde von der Weite einer zu modernen Radsporthalle verschluckt.
Es gibt bei Konzerten Dinge, die mich aggressiv machen. Ganz oben: gutgelaunte Frohnaturen, die mit rudernden Armen zu love cats hüpfen. Ich mochte love cats noch nie, love cats weckt alle schlimmen Assoziationen an die heimische Dorfdisco aus einem anderen Leben, weckt Erinnerungen an Cola-Korn und zur Schau getragenen Ausdruckstanz, an selbstgebastelten Fimo-Schmuck auch. Sicher tue ich ihnen Unrecht, es lag nicht an ihnen, dass sich zwischen den schönen Momenten dieses Konzertes Langeweile einschlich. (Und doch haben sie mich genervt, die Frohnaturen, elende, verschwindet.)
Die schönen Momente... the cure sind vielleicht vor allem eine Band für Menschen, die zu Nostalgie neigen, die bei pictures of you und lovesong an längst vergangene Berührungen und Augenblicke vergangener Lieben denken, auch Momente aus einem anderen Leben. Die bei primary und the walk wieder bekifft im Auto durch die nächtliche Ödnis der heimatlichen Dorflandschaften fahren und a forest wieder für den größten Hit aller Zeiten halten. Again and again and again and again...
Deshalb gehen wir zu the cure.
(Und weil es dann doch diesen einen überraschenden Moment gibt: the kiss. Wild, zuckend, manisch, roh, intim, schön.)
pollon - Februar 17, 19:10






